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Der Prediger im Coolidge Park

Heute kann ich euch mal wieder was Nettes erzählen. Die Woche war ein Prediger in Chattanooga und zwar direkt vor unserer Tür im Coolidge Park. Ich dachte ja in meinem naiven Leichtsinn, da steht einer auf einem kleinen Podium und will uns bekehren. Aber nein es war viel größer!!

Der evangelikale Pastor und Evangelist mit Namen Franklyn Graham (siehe auch Wikipedia) hat auf seiner "Decision America" Tour durch Tennessee einen Stop in Chattanooga gemacht. Auch wenn uns der Name Graham zunächst nichts gesagt hat, scheint er gerade hier im Süden der USA sehr berühmt und bekannt zu sein, denn er hat zum Beispiel auch bei der Einführung des derzeitigen amerikanischen Präsidenten Trump das Segensgebet gesprochen.

Wir haben uns also Abends auf unsere Fahrräder geschwungen und sind die 1000m bis in den nahegelegenen Park gefahren um noch ein bisschen mehr über die verwurzelte Religiosität der Menschen im Bible Belt hier im Süd-Osten zu erfahren. Schon die Entscheidung mit Fahrrad zu fahren war gut, da in der gesamten Nachbarschaft wirklich alles mit Autos auch von weiter weg zugeparkt war und viele noch nach Parkplätzen suchten.

Als wir dann auf das Gelände kamen, wurden uns gleich amerikanische Fähnchen in die Hand gedrückt und wir wurden sehr freundlich von den herumgehenden zahlreichen Kaplänen und Geistlichen mit Handschlag begrüßt. Alle waren sehr nett zu uns und trotzdem konnten wir uns des Eindruckes einer gewissen "Sekten"-haftigkeit nicht erwähnen. Auch die Bühne sah eher so aus als würde jeden Moment eine bekannte Rockband spielen und nicht ein Prediger kommen. Wir haben uns dann erstmal unsere Stühle (ohne die geht man hier nirgendwo mehr hin) aufgebaut und uns das Treiben neugierig angesehen. Wie wir später aus der Zeitung entnommen haben waren außer uns noch ca. 6.500 weitere Menschen aller Altersklassen hier vertreten und insgesamt herrschte ein wenig eine Stimmung wie auf einem Kirchentag. Um uns herum saßen ebenfalls auf ihren mitgebrachten Stühlchen viele junge Familien mit Kleinkindern, Jugendliche genauso wie die ältere Generation.

Pünktlich kam die erste Band auf die Bühne. Es war eine Countryband, die christliche Country Musik spielte. Eigentlich sehr nett anzuhören und rund um uns rum wurde auch auf Anhieb mitgesungen. Dann ein kurzer Umbau auf der Bühne und schon stand die nächste Band da. Diesmal eine Rockband mit christlichen Songs (klang eigentlich wie PUR und der Typ sah auch ein bisschen so aus), wobei die Texte teilweise auf den großen Leinwänden neben der Bühne zu sehen waren, damit auch jeder mitsingen konnte.

Nach dieser ca. 30min Einstimmung kam dann endlich Mr. Graham auf die Bühne, ein gut aussehender und smarter Mann, Anfang 70 und begann die Veranstaltung zunächst mit einem Gebet und einem Segen für alle Christen der USA und das Gott die Bürger und Menschen vor allem Bösen ausserhalb der Grenzen schützen möge. Bereits an dieser Stelle fühlten wir uns nicht zum letzten Mal an diesem Abend irgendwie ausgegrenzt und nicht wirklich angesprochen.

Die "Predigt" war dann ebenfalls etwas enttäuschend. Seine Botschaft war, dass alles Gute von Gott kommt und alles Schlechte der Mensch verzapft hat. Anstatt Nächstenliebe und Toleranz wurde hier ganz klar Ausgrenzung und Intoleranz verkündet. Ich glaube wir waren mit unserer Meinung auch nicht ganz alleine, da es bei uns in der Nähe auch eine kleinere Gruppe Demonstranten gab. Aber die Meisten haben Mr. Graham angehimmelt und waren so begeistert, dass sie immer wieder die Arme gen Himmel gereckt haben.

Nach ca. 1 Stunde war dann alles vorbei, unser Starprediger ist in einem schwarzen Limousinen Convoy wieder abgesaust und wir durften der Rockband noch ein bisschen zuhören. Alles in allem hat der ganze Spaß 2 Stunden gedauert. Interessant war es schon, aber auch irgendwie ernüchternd und ein wenig deprimierend. Vor allem aber war es aber doch recht typisch für den Süd Osten der USA und erklärt vielleicht wieder ein bisschen mehr warum vieles hier so ist, wie es nun einmal ist.

21.5.17 17:10


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Seattle

In Seattle hatten wir mehr Glück mit unserer Unterkunft. Es war ein 3 etagiges Townhouse, welches sehr modern eingerichtet war und der Besitzer hat sich sehr viel Mühe gegeben, es uns so gemütlich und bequem wie möglich zu machen.

Leider hat es auch hier den ganzen Tag geregnet und unser Männlein Rudi ist auch noch krank geworden. Deswegen haben wir Rudi und Barbara am ersten Tag in Seattle zu Haus gelassen und sind ohne sie zu Microsoft gefahren. Das Microsoft Headquarter hat mir sehr gut gefallen. Es hat ein bisschen was von einem Unicampus und so groß hab ich es mir nicht vorgestellt.

Nach der Besichtigung hat Lea dann festgestellt, dass ihr Lieblings Dumbling Restaurant ganz in der Nähe war und da wir alle Hunger hatten, sind wir direkt dorthin gefahren. Din Tai Fung ist eine Systhemgastronomie Kette (wie Vapiano), wo die Dumblings ganz frisch hergestellt werden. Super lecker!!!!

Am nächsten Tag kam tatsächlich die Sonne raus und wir sahen unsere Chance auf die Needle (ein gigantisch großer 284m hoher Aussichtsturm und Wahrzeichen der Stadt) zu kommen. Das war wirklich wunderschön. Man konnte super weit sehen. Der schneebedeckte Hausberg Mount Reinier war super deutlich zu sehen und sogar der Hausberg von Bellingham der Mount Baker war noch sichtbar.

Dann fuhren wir weiter in die Innenstadt und haben uns da von einer Touristenattraktion zur nächsten treiben lassen. Der Pike Place Market, wo die Fischhändler immer mit ihren Fischen werfen war eine der Attraktionen. Hier gab es auch eine Wand, wo sich jeder mit seinem Kaugummi verewigen konnte, was zwar irgendwie etwas ekelig war uns aber trotzdem nicht abgehalten hat und natürlich gab es hier das berühmte allererste Starbucks Café. Außerdem lockten uns noch ein paar nette Boutiquen und Shops, wir waren schließlich 4 Frauen.

An unserem letztem Tag haben wir uns dann noch rausgesucht, wo das Hausboot aus "Schlaflos in Seattle" liegt und sind dort hingefahren. Leider ist es in Privatbesitz und man kommt nicht hin. Wir mussten uns mit einen Blick von der anderen Seite des Sees begnügen. Aber mit einem gutem Teleobjektiv ließ sich was draus machen. Auch eine Nachtaufnahme von der Skyline war an diesem Abend noch möglich, was zwar kalt, aber auch sehr schön war.

Und dann war unsere Woche auch schon vorbei. Es hat aber allen so gut gefallen, dass wir uns fürs nächste Jahr schon ein neues Ziel ausgesucht haben. Es wird aber noch nicht verraten!!!

15.4.17 16:53


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