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Urlaub Mittlerer Westen Tag 1-2

Nachdem wir unseren letzten Blogeintrag über die Shooting Range auf dem Flughafen Atlanta auf dem Weg in den Urlaub geschrieben haben, wird es jetzt so langsam Zeit auch mal ein paar Zeilen über unseren Urlaub zu schreiben.

Für dieses Jahr Sommerferien haben wir uns vorgenommen einmal tief in das Land der Cowboys und Indianer einzutauchen und vor allem einmal richtige Büffel auf der Prärie zu sehen. Darum sind wir am letzten Freitag Abend, nachdem Martin gefühlte 2 Tage durchgearbeitet hatte, zum Flughafen Atlanta aufgebrochen um von dort nach Denver (Colorado) zu fliegen. Nachdem wir endlich in Denver angekommen waren haben dann wir noch schnell unseren Leihwagen für die nächsten 2 Wochen abgeholt (ein hässlicher Crysler AWD) und uns im nächsten Flughafen Hotel eingemietet. Dank der Zeitverschiebung (2 Stunden) war es zwar erst kurz nach Mitternacht auf der Uhr, aber unser Körper war doch irgendwie der Meinung, dass es schon deutlich später sein müsste.

Am nächsten Morgen haben wir nach einer kurzen Nacht dann den nächsten Starbucks um die Ecke geentert und unsere Latte, einen Creme Cheese Bagel und den Beginn unseres Urlaubs in der Morgensonne genossen. 

Anschließend sind wir auf unsere erste lange Auto Etappe (233 Meilen) nach Alamosa aufgebrochen. Halt gemacht haben wir dabei nur im "Garden of the Gods", einem wunderschönen State Park in der Nähe von Colorado Springs, in dem es eine ganze Reihe bizarrer Felsformationen zu bewundern gibt.

Unser erstes großes Ziel auf unserer Reise waren die Great Sand Dunes. Hier hat sich der Sand aus dem Rio Grande in einem Valley gefangen und zu bis zu 230m hohen Sanddünen aufgehäuft. Bevor wir aber zu den Dünen kamen, mussten wir zunächst einen kleines Flüsschen mit Schmelzwasser aus den Bergen überqueren. Es hat Spaß gemacht sich die Schuhe auszuziehen und durch das kühle Wasser zu warten. Wir haben sehr schöne Fotos gemacht und sind dann wieder aufgebrochen.

Kurz vor unserer Ankuft in Alamosa haben wir dann noch den Rio Grande überquert, der an dieser Stelle gar nicht so "grande" war, sondern noch ein romantisch dahinplätscherndes Flüsschen.

Nach einem eher schnellen, einfachen aber leckeren Abendbrot mit Pizza und Cola bei Pizza Hut haben wir uns dann nur noch ins Hotel geschleppt und sind dank der extrem kurzen vorangegangen Nacht und dem langen Tag bei großer Hitze bereits um 20:30 Uhr beide eingeschlafen.

Dafür waren wir dann am nächsten Morgen auch schon um 6 Uhr beide putzemunter ausgeschlafen und haben uns auf unsere zweite Etappe von Alamosa nach Cortez gemacht. Dabei sind wir unter anderem durch atemberaubende Berglandschaft über den 3.300m hohen Wolf Creek Pass gefahren, wo wir uns zu einer kleinen Wanderung hinreissen liessen. In Flipflops, kurzer Hose (es war im Tal so wunderbar warm) und dicke Fleece Pullover sind wir dann zu einem Schneefeld gewandert und haben uns gegenseitig fotografiert und mit Schnee beworfen.

Nachdem wir auf der anderen Seite das Tal wieder erreicht hatten, haben wir in einer kleinen und total urigen Bäckerei angehalten und uns einen Obst-Tart und zwei grosse Cappucino schmecken lassen.

Allerdings begann sich die Landschaft um uns herum mit jedem Kilometer immer mehr zu verändern. Die Vegetation wurde immer spärlicher und ging je weiter wir nach Westen fuhren immer mehr in eine Halbwüste über.

In Durango (ein süßes, kleines Silbergräber Städtchen) haben wir dann beschlossen doch noch einen kurzen Schlenker über Aztek in New Mexico einzubauen, um einen weiteren besuchten Bundesstaat auf unserer Liste abhaken zu können. Und der Umweg hat sich nicht nur wegen der Staatsgrenze gelohnt. Die weitere Strecke bis Aztek führte uns durch eine Landschaft mit von Wind und Zeit zu bizarren Gebilden geformten Bergen. Grandiose Landschaften haben die hier im mittleren Westen.

Durch den Umweg wurde es heute aber eine recht lange Autofahrt und wir sind müde und hungrig in unserem Hotel in Cortez angekommen. Nach einem Burger und einem Bier gehen wir auch heute wieder früh ins Bett, damit wir uns morgen voller Elan die indianischen Höhlenhäuser von Mesa Verde angucken können. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr.

 

 

 

26.6.17 04:33


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Shooting Range

An dieser Stelle mal wieder ein etwas nachgeschobener Blog, da wir leider mal wieder keine Zeit gefunden haben, unsere Erlebnisse hier im Blog zeitnah zum Besten zu geben.

Auf jeden Fall hat sich letztens folgendes ereignet. Wir waren Samstag Abend zu einem kleinen Sangria Umtrunk beim Italiener als einer unserer deutschen Freunde ankündigte, er werden morgen nach längerer Zeit endlich mal wieder schießen gehen. Sein Kumpel Clark würde auch mitkommen und ob wir (Claudia und ich) nicht auch mal mitkommen wollten, das würde so zusammen bestimmt ein großer Spass werden. Nach kurzem Zögern (Claudi etwas mehr als ich) haben wir aus lauter Neugier dann doch eingewilligt mitzukommen. Schließlich sind wir ja in ferne Lande gezogen um möglichst viel von Land, Leuten und Kultur kennen zu lernen. Dazu gehört dann gerade hier im Süden der USA auch ganz klar die Shooting Range, die bei vielen Familien zum sonntäglich Ablauf gehört wie der morgendliche Kirchgang oder das sonntägliche Fried Chicken (Frittiertes Hühnchen) mit süssem Eistee.

In jedem Fall standen wir dann am Sonntag pünktlich zur verabredeten Zeit am vorher angegebenen Ort und kamen uns etwas verloren vor. Thomas hatte vorher noch angekündigt er würde seine Pistole mitbringen und Clark hätte bestimmt auch noch was zum Schiessen dabei. Was dann aber kam übertraf alle unsere naiven Erwartungen….

Um zum eigentlichen Schießstand zu gelangen, mussten wir zunächst durch einen Waffenladen in dem es WIRKLICH bis auf Panzerfaust alles gab. Beim Besitzer mussten wir dann noch kurz einen Zettel mit unserem Namen und unserer Adresse ausfüllen und schon durften wir weiter gehen und uns jeder einige Zielscheiben aussuchen. Allerdings nicht etwa solche Zielscheiben mit Ringen wie in Germany. Hier gab es sämtliche Motive und diverse unterschiedlichen Personen in allen Formen, Farben und Darstellungen. Spätestens hier wäre es sinnvoll gewesen, seine pazifistische Grundausrichtung zu überdenken und umzudrehen. Wir entschieden uns jedenfalls mit großen ungläubigen Augen für weitergehen.

Dann bekamen wir noch Schutzbrillen und Ohrenschützer gegen den Lärm und schon konnte es los gehen. Als Clark dann auspackte, haben wir große Augen bekommen. Er hatte ein ganzes Waffenarsenal dabei. Es gab einen Revolver, verschiedene Pistolen mit zum Teil Schalldämpfer und Laseroptik und auch noch mehrere Gewehre (M16 und irgendein Scharfschützen Gewehr mit irrer Zieloptik) und natürlich einen ganzen Haufen passender Munition. Schon irgendwie komisch und ein bisschen beängstigend.

Wenn man jetzt vor mehr als 25 Jahren mal bei der deutschen Bundeswehr war und das Tramram mit der Übergabe von exakt 5 Schuss mitgemacht hat, dann ist es schon irgendwie schräg einfach eine große Pappschachtel mit Munition hingestellt zu bekommen und zu hören: „Mach einfach und schieß solange wie du Lust hast“.

Claudia hat jedenfalls nach wirklich lieber Heranführung von Lea mit dem Revolver angefangen und ist dann noch zur Walter PPQ übergegangen (sie sah schon ein bisschen aus wie Ms. James Bond). Ich habe auch die Walter geschossen, mich dann danach aber eher an den Gewehren versucht und hier meine Kenntnisse aufgefrischt. Das Ganze ging jedenfalls so ungefähr eine Stunde und dann hatten wir auch alle genug.

Stimmung kam dann noch einmal kurz beim rausgehen auf als wir an dem großen Plakat mit den Ankündigungen für Schießtraining den im nächsten Monat beginnenden Kurs für Kinder am 3 Jahren gefunden haben ….

Alles in allem würde ich sagen es war nett und wir haben mal wieder etwas typisch amerikanisches mitgenommen. Allerdings war es auch nicht mehr als nett und ich für meinen Teil kann sagen, dass alle 25 Jahre mal schießen gehen völlig ausreichend ist.

24.6.17 15:14


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