Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 

Letztes Feedback
   15.06.16 13:22
    37° C? Das überlebe ich
   7.11.16 21:23
    nieopęcznienie


http://myblog.de/cmgoesamerica

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Wasser in der Küche

Letzte Woche ist bei uns mal wieder ein kleines Wasserproblem aufgetreten. Martin ist wie jeden Morgen um 7:00 Uhr aus dem Haus gegangen und ich lag noch im Bett und bin auch wieder eingenickert. Aufgewacht bin ich dann durch ein merkwürdiges Geräusch, dass ich nicht kannte und auch nicht auf Anhieb zuordnen konnte. Also bin ich im Schlafanzug auf die Suche gegangen und als ich die Küche betrat, stand ich auch schon im Wasser. Es spritzte nur so aus einem Behälter, der unter der Spüle angebracht war und zwar mit soviel Power, dass innerhalb von 15 min. (denn es war gerade erst 7:15 Uhr) die Küche schon an einigen Stellen knöcheltief unter Wasser stand und es an anderen Stellen bereits in Flur und Wohnzimmer lief. Ich hatte Mühe, an den Wasserhahn unter der Spüle zu gelangen um ihn auszudrehen und hätte hinterher garantiert jeden "Miss Wet T-Shirt" Wettbewerb gewonnen.

. Ich habe dann als nächstes erstmal Martin angerufen, der auch sofort wieder nach Hause umgedreht ist.

Wer jetzt schon einmal bei uns war, der wird wissen, dass die komplette Küche einen Holzfußboden hat. Also habe ich einen Schrubber genommen, die Tür von der Küche zur Garage geöffnet und versucht, so viel Wasser wie möglich in die Garage zu wischen, um das Parkett wieder halbwegs trocken bekommen und es nicht zu sehr aufquellen zu lassen. Nachdem ich das meiste Wasser halbwegs draußen hatte, bin ich dann in meinem inzwischen ziemlich komplett nassen Schlafanzug durch die Küche gekrochen, um das restliche Wasser aufzuwischen.

Als Martin dann kam, war der größte Schaden schon halbwegs behoben. Martin hat dann noch unseren Vermieter angerufen, der auch sofort versprach schnellstmöglich einen Klempner vorbei zu schicken. Leider weiß man hier im Süden nie so genau, wann sofort ist, deswegen ist Martin geblieben, bis ich mich geduscht und angezogen hatte und hat sich dann wieder auf den Weg zur Arbeit gemacht.

Der Klempner kam dann endlich so gegen Mittag. Spontanität will schließlich auch geplant sein. Er guckt kurz unter die Spüle und stellte dann fest, dass ein Filter unserer Heißwasseranlage, die wir aber gar nicht benutzen, geplatzt war. Also erklärte er mir, dass er jetzt erstmal in den Baumarkt fährt und dann wieder kommt. Nach fast 3 Stunden stand er wieder vor meiner Tür um mir dann zu erklären, dass er den Filter nirgendwo gefunden hätte und ihn jetzt geklebt hätte. Das würde schon irgendwie halten. Nach meinem doch ziemlich vehementen Einspruch, dass ich das nicht für sicher halte, hatte er noch eine zweite Idee. Er klemmte einfach den extra Heißwasseranschluß ab und machte eine Abschlussmutter davor. Dabei lag er unter unserer Spüle und stöhnte bei jedem mal drehen mit der Wasserrohrpumpenzange, weil er ja solche Schmerzen hätte. Ich war als Elektrikertochter schon fast soweit, das blöde Teil selber anzuschrauben, aber das wollte er dann doch nicht. Mit der Lösungen waren Martin und ich zufrieden und ich vermeide es mir vorzustellen was gewesen wäre, wenn wir im Urlaub gewesen wären.

19.6.17 00:31


Werbung


Civil War in Resaca

Ich habe es ja nicht glauben wollen und dachte wirklich sie machen das nur fürs Fernsehen, aber nein, die Amerikaner stellen wirklich die Gefechte auf den Schlachtfeldern des Bürgerkrieges nach. Da gibt es richtige Vereine, die sich die original Kleidung nachschneidern und sich dann meistens für ein Wochenende bekleiden, bekämpfen und so leben wie zu Zeiten des Krieges.

Wir haben uns das letztes Wochenende mal angesehen. Da es rund um Chattanooga ein paar Schlachtfelder gibt, war es auch nur 45min Fahrt von uns entfernt. Wir dachten mal wieder, dass in dem kleinem Dörfchen schon nicht so viel los sein wird, aber weit gefehlt. Der Parkplatz war riesengroß und auf irgendeiner Wiese (zum Glück fahren wir ja einen Geländewagen) und man konnte sich mit dem Lanz Bulldog mit einem Hänger dran vom Parkplatz zu dem Aussichtspunkt für die Schlacht bringen lassen. Man geht ja nicht gerne zu Fuss ...

Wir sind jedenfalls die wenigen 100m zu dem kleinen Hügel gelaufen. Dort angekommen, befanden wir uns auch schon direkt im Lager der Konföderierten (Südstaaten), wo die Soldaten schon mit den alten Gewehren auf der Schultern auf ihren Einsatzbefehl warteten. Und dann ging es auch schon los mit der Schießerei. Erst ritten nur die bewaffneten Reitergruppen beider Seiten aufeinander zu, um sich eine kurze Schießerei zu liefern, um dann die Auseinandersetzung mit einem Säbelgefecht zu Pferde weiter zu führen. Nach kurzer Zeit gab es dann einen Rückzug aber nur um sich neu zu formieren um erneut anzugreifen. Schließlich griffen auch die Bodentruppen mit an und die Kanonen wurden abgefeuert. Am Ende waren geschätzt bestimmt 250 Personen, 60 Pferde und 10 Kanonen an der gesamten Darstellung beteiligt.

Auch viele der Frauen standen in weiten Kleidern und Röcken aus der Zeit am Rand und feuerten ihre Männer an. Sie hatten auch einen Arzt und Krankenschwestern neben dem Schlachtfeld platziert, damit die Verwundeten sofort versorgt werden konnten. Wir waren fasziniert von soviel Detailtreue und Einsatz der Menschen. Auf der anderen Seite wirkte es alles aber auch sehr authentisch und man bekam ein mulmiges Gefühl, wenn man daran dachte, dass es wirklich einmal so abgelaufen sein könnte nur eben viel grausamer und über viele Stunden hinweg.

Nach 1 Stunde war alles vorbei. Wir haben zwar nicht rausbekommen, wer diese Schlacht nun schlussendlich gewonnen hat, aber wir durften am Ende dafür noch ein Foto von Abraham Lincoln und seiner Frau machen. Es war ein nettes, wenn auch etwas schräges Schauspiel mit viel blauem Pulverdampf und auf jeden Fall ein kurzweiliger Samstag Nachmittag.

3.6.17 19:45


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung