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Civil War in Resaca

Ich habe es ja nicht glauben wollen und dachte wirklich sie machen das nur fürs Fernsehen, aber nein, die Amerikaner stellen wirklich die Gefechte auf den Schlachtfeldern des Bürgerkrieges nach. Da gibt es richtige Vereine, die sich die original Kleidung nachschneidern und sich dann meistens für ein Wochenende bekleiden, bekämpfen und so leben wie zu Zeiten des Krieges.

Wir haben uns das letztes Wochenende mal angesehen. Da es rund um Chattanooga ein paar Schlachtfelder gibt, war es auch nur 45min Fahrt von uns entfernt. Wir dachten mal wieder, dass in dem kleinem Dörfchen schon nicht so viel los sein wird, aber weit gefehlt. Der Parkplatz war riesengroß und auf irgendeiner Wiese (zum Glück fahren wir ja einen Geländewagen) und man konnte sich mit dem Lanz Bulldog mit einem Hänger dran vom Parkplatz zu dem Aussichtspunkt für die Schlacht bringen lassen. Man geht ja nicht gerne zu Fuss ...

Wir sind jedenfalls die wenigen 100m zu dem kleinen Hügel gelaufen. Dort angekommen, befanden wir uns auch schon direkt im Lager der Konföderierten (Südstaaten), wo die Soldaten schon mit den alten Gewehren auf der Schultern auf ihren Einsatzbefehl warteten. Und dann ging es auch schon los mit der Schießerei. Erst ritten nur die bewaffneten Reitergruppen beider Seiten aufeinander zu, um sich eine kurze Schießerei zu liefern, um dann die Auseinandersetzung mit einem Säbelgefecht zu Pferde weiter zu führen. Nach kurzer Zeit gab es dann einen Rückzug aber nur um sich neu zu formieren um erneut anzugreifen. Schließlich griffen auch die Bodentruppen mit an und die Kanonen wurden abgefeuert. Am Ende waren geschätzt bestimmt 250 Personen, 60 Pferde und 10 Kanonen an der gesamten Darstellung beteiligt.

Auch viele der Frauen standen in weiten Kleidern und Röcken aus der Zeit am Rand und feuerten ihre Männer an. Sie hatten auch einen Arzt und Krankenschwestern neben dem Schlachtfeld platziert, damit die Verwundeten sofort versorgt werden konnten. Wir waren fasziniert von soviel Detailtreue und Einsatz der Menschen. Auf der anderen Seite wirkte es alles aber auch sehr authentisch und man bekam ein mulmiges Gefühl, wenn man daran dachte, dass es wirklich einmal so abgelaufen sein könnte nur eben viel grausamer und über viele Stunden hinweg.

Nach 1 Stunde war alles vorbei. Wir haben zwar nicht rausbekommen, wer diese Schlacht nun schlussendlich gewonnen hat, aber wir durften am Ende dafür noch ein Foto von Abraham Lincoln und seiner Frau machen. Es war ein nettes, wenn auch etwas schräges Schauspiel mit viel blauem Pulverdampf und auf jeden Fall ein kurzweiliger Samstag Nachmittag.

3.6.17 19:45
 
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